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| Der "Muotitaler Alpchäsmärcht" kann kommen |
| Die Käsekeller sind bis auf das letzte Brett gefüllt. Markus Betschart, der neue Präsident der „IG Alpchäsmärcht Muotathal“ und die weiteren Alpkäser freuen sich darauf, ihre vielfältigen Naturprodukte am 29. und 30. Oktober zu präsentieren. |
| Von Guido Bürgler / (gb) |
| Muotathal. – Die Zahlen sind eindrücklich: Im Jahr 2010 wurden auf den Alpen des Kantons Schwyz 142 Tonnen Alpkäse produziert, wovon gut die Hälfte - 73 Tonnen – aus dem Muotatal stammten. Gemäss Einschätzung von Markus Betschart, Präsident der „IG Alpchäsmärcht Muotathal“, dürften die Zahlen auch dieses Jahr ähnlich hoch sein, trotz des teilweise verregneten Sommers. |
| Bereits der 16. Alpchäsmärcht |
| Markus Betschart ist einer der 17 Alpkäser, die Ende Oktober am „16. Muotitaler Alpchäsmärcht“ ihre Produkte anbieten werden. Er bewirtschaftet zusammen mit seinem Bruder Sebastian sowohl das Heimwesen Obermatt als auch die Alp Hintere Rotmatt, die hoch über dem Dorf auf der Schattenseite des Tales liegt. Durchschnittlich sömmern die Gebrüder Betschart 27 originalbraune Kühe, einen Zuchtstier, einige Kälber und 35 Mastschweine, um die in der Alpkäserei anfallende Sirte sinnvoll verwerten zu können. |
| Von Berlin auf die Alp |
| Für die Käseproduktion in der Hinteren Rotmatt ist heuer Anne Weber zuständig. Die Sennerin stammt aus dem Raum Berlin. Weber ist Ergotherapeutin mit Hochschulabschluss und arbeitete bisher vor allem in der Betagtenbetreuung. Für den Sommer 2011 suchte sie jedoch eine ganz neue Arbeit. Sie wollte in den Bergen arbeiten, wo sie auch Tiere betreuen kann. So stiess sie im Internet (www.zalp.ch) auf ein Inserat der Gebrüder Betschart, die jemand für die Alpkäseproduktion suchten. Dann ging alles sehr schnell: Nur vier Tage verstrichen bis zur Anstellung. Anne Weber kocht und putzt, sie lernte melken und käsen. Das Käsen wurde ihr von Sebastian Betschart und dem Experten Koni Suter beigebracht. Mit Freude erzählte sie kürzlich, dass sie diesen Sommer mehr als 35‘000 Liter Alpmilch verkäst hat. „Besonders gut gefällt mir, dass die Milch nach alter Tradition im Chäs-Chessi auf dem Holzfeuer zu Alpkäse veredelt wird“, sagte die sympathische Sennerin. |
| Trychlä- und Chlepfer-Show |
| Der Alpkäse muss aber nicht nur produziert, sondern auch verkauft werden können. Deshalb organisiert das OK Alpchäsmärcht am Samstag und Sonntag, den 29. und 30. Oktober, bereits zum 16. Mal den Alpchäsmärcht in Muotathal. Nebst den Alpsennen werden über 30 weitere Aussteller ihre Produkte anbieten. „Im volkstümlichen Rahmenprogramm ist heuer erstmals eine Trychlä- und Geislä-Chlepfer-Show zu sehen“, verriet Präsident Markus Betschart. Weitere Infos findet man unter www.alpkaesemarkt.ch. |
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Vom Käsekeller an den Alpchäsmärcht: Der Präsident der IG Alpchäsmärcht Muotathal, Markus Betschart, und die Sennerin Anne Weber werden ihren Alpkäse mit 16 weiteren Produzenten zum Verkauf anbieten. Bild Guido Bürgler |
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Präsident Markus Betschart und Sennerin Anne Weber im Käsekeller der Hinteren Rotmatt. Bild Guido Bürgler |
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Schild „Hintere Rotmatt“, Alpkäserei der Gebrüder Betschart, Muotathal. Bild Guido Bürgler |