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| Alpställe müssen dem Tierschutz angepasst werden |
| Im Zentrum der Hauptversammlung des Alpwirtschaftlichen Vereins des Kantons Schwyz stand ein Referat über die bauliche Umsetzung der Tierschutznormen in Alpställen. Ausserdem wurde einer Statutenänderung zugestimmt, und neun Alpkäser wurden geehrt. |
| Von Guido Bürgler / (gb) |
| Lauerz. - Am letzten Mittwochabend besuchten im Restaurant Bauernhof in Lauerz zahlreiche Mitglieder des Alpwirtschaftlichen Vereins des Kantons Schwyz (AVS) die 67. Hauptversammlung. Kantonstierarzt-Stellvertreter Urs Schorno referierte zum Thema „Bauliche Umsetzung der Tierschutzverordnung in den Alpställen“. Denn die Tiere sind im Laufe der Zeit stetig grösser und schwerer geworden. Schorno sagte, dass derzeit 60 bis 70 Prozent der Alpställe in den Urkantonen die seit 2008 geltenden Tierschutznormen nicht erfüllen würden. Nun gelte es, die nötigen Anpassungen vorzunehmen. In einer ersten Phase werden deshalb im Sommer 2011 und 2012 die Schwyzer Alpställe von einem Kontrolleur besichtigt und vermessen. Wo das Alpvieh mehr als acht Stunden pro Tag im Stall gehalten wird, gelten strengere Vorschriften als in den übrigen Ställen. In der zweiten Phase sind die Eigentümer der Alpställe angehalten, die nötigen Massnahmen umzusetzen. Für einfache Anpassungen der Stände und Futterkrippen gilt eine Frist von zwei Jahren. Bei grösseren Umbauten oder Neubauten wird eine Frist von fünf Jahren gewährt. Nähere Infos findet man im Internet unter www.laburk.ch. |
| Statutenänderung genehmigt |
Der neue Präsident, Othmar Schelbert, bezeichnete in seinem Jahresbericht den Sommer 2010 als durchschnittlich gut, das Wetter als ziemlich launisch. „Unsere Alpprodukte durften sich sehen lassen, vielleicht nicht mengenmässig aber sicher qualitativ“, meinte Schelbert. Kassier Ruedi Föhn konnte die Jahresrechnung mit einem positiven Resultat abschliessen. Ehrenmitglied Theo Pfyl stellte die nötig gewordene Statutenänderung vor, denn die Statuten aus dem Jahr 1962 waren zum Teil veraltet. Die neuen Statuten wurden klar genehmigt. Auf dem neuen Jahresprogramm des AVS steht die Organisation von vier Alpkäserkursen (die schon ausgebucht sind), sowie die Durchführung der kantonalen Alpkäseprämierung vom 13. Oktober 2011 in Muotathal. Koni Suter, milchwirtschaftlicher Berater aus Pfäffikon, wurde geehrt, da er sich seit rund 30 Jahren mit grossem Engagement (und köstlichem Muotathaler Humor) für die ständige Verbesserung der Alpkäsequalität auf den Schwyzer Alpen einsetzt. |
| Mit Urkunde geehrt |
| Dieses Jahr konnten neun Alpkäser für zehn Jahre sehr gute Käsequalität geehrt werden. Sie hatten nämlich bei acht von zehn kantonalen Alpkäseprämierungen mindestens 19,25 Punkte erzielt, dies bei einer Maximalnote von 20 Punkten. Es handelt sich um folgende Älpler: Jörg Annen, Küssnacht (Alp Trieb); Werner Betschart, Muotathal (Alp Bödmeren); Peter Betschart, Muotathal (Alp Lipplis); Gebrüder Betschart, Muotathal (Alp Rotmatt); Hans Betschart, Muotathal (Alp Pragel); Alois Fassbind, Illgau (Alp Laui); Martin Fässler, Unteriberg (Alp Stock); Adolf Gwerder, Muotathal (Alp Waldi) sowie Oskar Pfyl, Ried-Muotathal (Alp Tröligen). Die Hauptversammlung wurde mit urchiger Ländlermusik umrahmt. Es spielten Jörg Kenel senior, Jörg Kenel junior und Alois Föhn. |
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Schwyzer Älpler tagten: Von links: Der geehrte Alpkäsefachmann Koni Suter, Präsident Othmar Schelbert, |