zurück zum Presseinhaltsverzeichnis
 
Muotathaler Alpchäsmärcht war voller Erfolg
 
Die Muotathaler Alpsennen konnten am 16. Alpchäsmärcht 8,8 Tonnen Alpkäse absetzen. Unter den rund 14‘000 Besuchern waren viele treue Stammkunden.
 
Von Guido Bürgler / (gb)
 
Muotathal. - Bei ihrem kurzen Fussmarsch vom Parkplatz zum Alpchäsmärcht-Areal überschritten die Besucherinnen und Besucher eine schöne Holz-Bogenbrücke. Das imposante Werk verbindet nicht nur die Dorfteile von Muotathal, sondern steht zugleich als Symbol für den Alpchäsmärcht: Er führt verschiedenste Menschen aus Berg und Tal zusammen und dient als beliebter Treffpunkt von Produzenten und Konsumenten. Auf die Frage an einige Personen mit gefüllten Einkaufstaschen, weshalb sie hier auf Einkaufstour waren, lautete die Antwort immer sehr ähnlich: Man wolle die Bergbauern und Älpler direkt unterstützten, man schätze und geniesse die einmalige Atmosphäre am Alpchäsmärcht. Auch fanden die Kundinnen und Kunden die Preise für den Alpkäse angemessen und gerechtfertigt. Mengen bis ein Kilo kosteten an allen Ständen 19.50 Franken, ab einem Kilo 18.50 Franken, das ist gleich viel wie letztes Jahr.
 
Erfolg ist hart erarbeitet
 
Markus Betschart, der neue OK-Präsident, zog am Sonntagabend eine durchwegs positive Bilanz vom Alpchäsmärcht 2011. Er hatte allen Grund dazu, denn 14‘000 Leute aus nah und fern waren am zweitägigen Markt in Muotathal zu Besuch. „Wir vom OK sind mit allen Alpsennen sehr erfreut über den grossen Publikumsaufmarsch und dankbar, dass wir 8‘800 Kilogramm Alpkäse absetzen konnten“, erklärte Betschart. Er sagte aber auch, dass dieser Erfolg nicht von allein komme, vielmehr müsse er von Jahr zu Jahr hart erarbeitet werden: Zum einen durch qualitätsvolle Arbeit bei der Alpkäseproduktion, zum anderen durch die arbeitsintensive Vorbereitung und Durchführung des Alpchäsmärchtes.
 
„Trychler“- und „Chlepfer“-Show
 
Die Verkaufsstände der 17 Alpkäser waren mit viel Liebe zum Detail geschmückt. Fotos oder kurze Filme auf dem Laptop gaben Einblick ins Älplerleben und in die Herstellung des Käses. Es wurde fleissig degustiert und verglichen. Nebst dem herkömmlichen Alpkäse fanden auch Spezialitäten wie Raclettekäse, Geiss-, Bärlauch- oder Bio-Schafkäse guten Absatz. Ergänzend zu den Ständen der Älpler war das landwirtschafts-nahe Gewerbe mit über 30 Ständen vertreten. Das Angebot reichte von frisch gepresstem Süssmost über Bauernhofglace und Bienen-Honig bis zu Muotathaler Fleischspezialitäten, gestickten Glockenriemen und feinen Schnitzereien. In den verschiedenen Festbeizen liessen sich die Besucher kulinarisch verwöhnen. Auch die kleinsten Gäste kamen voll auf ihre Rechnung: Sie konnten sich im Kinderhort, beim Streichelzoo oder am „Meersüüli“-Stand vergnügen. Im volkstümlichen Rahmenprogramm wirkten nebst mehreren Ländlerkapellen auch Alphornbläser, Fahnenschwinger, sowie einheimische „Trychler“ und „Geislä-Chlepfer“ mit, welche mit einer Show für Begeisterung sorgten. Auf grosses Interesse stiessen auch die Tombola, das Schaukäsen, der volkstümliche Unterhaltungsabend und das sonntägliche Frühstücksbuffet.
 
 
Je nach Grösse und Ausrichtung ihres Betriebes, konnten die Alpkäser
zwischen fünf und zwanzig Prozent ihrer Jahresproduktion absetzen. Bild Guido Bürgler
 
 
Die Brücke am Dorfeingang ist wie ein Symbol für den Alpchäsmärcht Muotathal. Bild Guido Bürgler
 
 
Es wurde fleissig degustiert in Muotathal. Bild Guido Bürgler