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"Alpchäsmärcht" ist wichtig für den Absatz
 
Heiri Schelbert stellt jeden Sommer zirka 2‘000 Kilo Alpkäse und 500 Kilo Geisskäse her. Mit 18 weiteren Alpkäsern aus Muotathal wird er seine Produkte am 30. und 31. Oktober am „Alpchäsmärcht“ zum Verkauf anbieten.
 
Von Guido Bürgler / (gb)
 
MUOTATHAL. - Heiri Schelbert aus Weggis zieht’s jeden Sommer ins Muotathal, wo er aufgewachsen ist, und wo er seit Kindsbeinen „z’Alp“ geht. Nun bewirtschaftet er im Hürithal bereits in dritter Generation die Alpen Stahli, Zingel und Träsmärä. Die vielfältige und strenge Arbeit wird von drei Personen erledigt. Die Alpzeit dauert ziemlich lange, im Schnitt sind es 110 Tage. Die drei Alpen umfassen ein Gebiet von insgesamt 160 Hektaren, wovon 90 Hektaren Schafalpung sind. Gesömmert werden jeweils gegen 20 Kühe, 25 bis 30 Milchziegen, 350 bis 400 Schafe sowie ein Dutzend Schweine.
 
Geisskäse ist gefragtes Nischenprodukt
 
Aus der Alpmilch werden pro Sommer rund zwei Tonnen Alpkäse und 500 Kilo Geisskäse hergestellt. „Mit dem Geisskäse können wir ein gefragtes Nischenprodukt anbieten“, sagt Heiri Schelbert. Die Produktion von Geisskäse sei zum zweiten Standbein des Betriebes geworden. Verkauft wird der Alp- und Geisskäse vor allem an Privatkunden, dann auch an Touristen und Wanderer, in Dorfläden und an verschiedenen Märkten der Region. „Eine sehr wichtige Absatzmöglichkeit ist für uns der alljährliche Alpchäsmärcht“, sagt Heiri Schelbert. Am Muotitaler Alpchäsmärcht betreibt die Familie Schelbert denn auch jedes Jahr einen Verkaufsstand. Heuer findet der Alpchäsmärcht bereits zum 15. Mal statt, und zwar am Samstag und Sonntag, 30./31. Oktober 2010. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Ergänzend zu den 19 Alpkäsern werden rund 30 weitere Aussteller ihre Produkte anbieten“, erklärte Werner Betschart, Pressesprecher der IG-Alpchäsmärcht. Auch wies er darauf hin, dass das OK wiederum ein bodenständiges Rahmenprogramm mit zahlreichen Attraktionen zusammengestellt hat. Weitere Infos findet man unter www.alpkaesemarkt.ch.
 
 
Produziert Geisskäse als Nischenprodukt: Heiri Schelbert ging heuer bereits zum 55. Mal „z’Alp“.
Er sömmert nebst Vieh und Schafen jeweils 25 bis 30 Milchziegen. Bild Guido Bürgler
 
 
Gut gefüllter Käsekeller bei Heiri Schelbert. Bild Guido Bürgler
 
 
Blick ins Geisskäselager von Heiri Schelbert. Bild Guido Bürgler