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| Erstmals Schaftskäse im Angebot |
| Alpkäse / Am 14. „Alpchäsmärcht“ in Muotathal wurden 12'000 Besucher verzeichnet. 7,8 Tonnen Alpkäse wurden verkauft. Das ist ein grosser Erfolg für die 18 Alpsennen. |
| Von Guido Bürgler / (gb) |
| MUOTATHAL. - Mit 12‘000 Besuchern war der Muotathaler „Alpchäsmärcht“ ein weiteres Mal sehr gut frequentiert. Über 40 Aussteller – darunter 18 Alpkäser – boten am letzten Samstag und Sonntag ihre Produkte an. Alles war prächtig geschmückt und mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Fotos oder Video-Clips auf dem Laptop gaben Einblick ins Älplerleben und in die Herstellung des Käses. |
| Schafkäse als Nischenprodukt |
| An den Ständen wurde fleissig degustiert, verglichen und eingekauft. Insgesamt konnten 7,8 Tonnen Alpkäse abgesetzt werden. Nun, wie viel bezahlte die Kundschaft für ein Kilo Alpkäse, Jahrgang 2009? Die Preise waren einheitlich geregelt. Mengen bis ein Kilo kosteten 19.50 Franken, ab einem Kilo zahlte man 18.50 Franken, das ist gleich viel wie letztes Jahr. Vier Älpler hatten auch alten, reifen Käse im Angebot. Sie durften den Preis selber bestimmen. Voll im Trend liegen Spezialitätenkäse wie Geisskäse, Pfeffer- und Knoblauchkäse. Erstmals wurde heuer auch Bio-Schafkäse angeboten. „Wir halten auf unserem Bio-Bergbauernhof Enzenen 50 Milchschafe und produzieren pro Jahr rund 1,5 Tonnen Schafkäse“, erklärte der junge Landwirt Peter Ulrich. Er hatte den Betrieb im letzten Frühling zusammen mit seiner Freundin Sabrina von den Eltern übernommen. Eine weitere Neuigkeit am Alpchäsmärcht war der Stand der Alpprodukte Pragel/Bödmeren Genossenschaft, welche im August die grösste Alpkäserei der Zentralschweiz in Betrieb genommen hatte. Viel Interessantes zu entdecken gabs auch abseits der Käse-Stände. Das Angebot reichte von Holzschnitzereien, Yps-Pfeifen und Schafwollprodukten bis zu Muotathaler Fleischspezialitäten, erlesenen Weinen und Bienen-Honig. Auf grosses Interesse stiessen auch eine Mosterei sowie eine mobile Schnapsbrennerei. Für die kleinsten Besucher gabs einen Kinderhort und einen Streichelzoo. |
| Bodenständige Unterhaltung |
| Dem Publikum wurde ein bodenständiges Rahmenprogramm mit viel Ländlermusik geboten, zur Abwechslung traten Alphornbläser und Fahnenschwinger auf. Am Samstagabend fand ein urchiger Unterhaltungsabend statt. An der reichhaltigen Tombola gabs Preise im Wert von 20'000 Franken zu gewinnen. „Der Konsum in den verschiedenen Festwirtschaften war sehr erfreulich“, erklärte OK-Präsident und Alpkäser Simon Schelbert. Und zum Chäsmärcht 2009 äusserte er sich sehr zufrieden: „Wir konnten 7800 Kilo Alpkäse absetzen. Das ist ein grosser Erfolg und freut uns sehr.“ |
Die Familie Ulrich präsentierte erstmals ihren Schafkäse. Der Absatz lief sehr gut. Bild Guido Bürgler |
Mathias Gwerder von der gleichnamigen Landmaschinenfirma in Ried-Muotathal bei der Beratung der Kundschaft. Bild Guido Bürgler |
| Auch kunstvoll gestickte Glockenriemen wurden präsentiert. Bild Guido Bürgler |
| Dieses Produkt stammt von der grössten Alpkäserei der Zentralschweiz. Sie wurde diesen Sommer von der Alpprodukte Pragel/Bödmeren Genossenschaft in Betrieb genommen. Bild Guido Bürgler |