| Chäsmärcht zog Massen an |
| Alpkäse/Ende Oktober war in Muotathal „Alpchäsmärcht“. Die 11'500 Besucher kauften 7,6 Tonnen Alpkäse. Das sind neue Rekord-Zahlen. |
| Text und Bilder: Guido Bürgler |
| Der „Chäsmärcht“ in Muotathal ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Zählte man bei der ersten Durchführung im Jahr 1996 „erst“ 3'000 Besucher, waren es zehn Jahre später fast viermal mehr, nämlich 11'500. Aber nicht nur die Besucherzahlen kletterten kontinuierlich nach oben, sondern auch die Absatzzahlen. 1996 konnten 1,1 Tonnen Alpkäse verkauft werden, im Jahr 2000 waren es schon 3,3 Tonnen und im Jahr 2004 deren 5,3 Tonnen. Im selben Jahr hatten sich 8'000 Besucher an einem einzigen Tag durch den Chäsmärcht gedrängelt. |
| Platznot an allen Ecken |
| Die Infrastruktur auf dem Schulareal Stumpenmatt war dem Besucheransturm kaum noch gewachsen und die Leute standen sich vor den Ständen auf den Füssen herum oder kamen gar nicht erst ran. Hätte dieser Zustand angedauert, wäre das gute Image des Chäsmärchtes gefährdet gewesen. Dies erkannte das OK und beschloss, den Anlass im darauf folgenden Jubiläumsjahr (2005) erstmals an zwei Tagen durchzuführen. Dies brachte zwar nochmals einen riesigen zusätzlichen Arbeitsaufwand mit sich, aber die Neuerung hatte sich mehr als gelohnt. Die Besucher verteilten sich nun auf zwei Tage, überall war mehr Platz vorhanden: Vor den Ständen, in den Gängen und den drei Festwirtschaften. 10'000 Besucher hatten letztes Jahr 6,5 Tonnen Alpkäse eingekauft. So war es nahe liegend, auch heuer, am 11. Alpchäsmärcht, wieder zwei Tage einzuplanen. Und wieder konnte das OK von der IG Alpchäsmärcht neue Rekord-Zahlen präsentieren: Schätzungsweise 11'500 Besucher waren vor Ort, so viele wie noch nie. |
| Alpkäse, nicht Zuckerwatte |
| An den schön dekorierten Ständen der 17 Alpkäser wurde eifrig degustiert, denn der Käse unterscheidet sich von Alp zu Alp durch sein würziges Aroma. Insgesamt konnten 7,6 Tonnen abgesetzt werden, was neuen Rekord bedeutet. Die Preise waren einheitlich geregelt, so wurde per Kilo 17 Franken bezahlt, wer jedoch einen ganzen Laib einkaufte, erhielt den Käse bereits für 16 Franken pro Kilo. Aber auch abseits der Käse-Stände gabs viel zu sehen und zu entdecken. Nebst den Älplern präsentierten 30 weitere Aussteller ihre Produkte, so zum Beispiel Schafwolldecken, Bergkräuter, Bienenhonig, Schnitzereien, Bauernhofglace, Riemenstickereien oder typische Fleischspezialitäten aus dem Muotatal. Die Standplätze am Chäsmärcht sind sehr begehrt. Längst nicht alle Anfragen können jeweils berücksichtigt werden. „Wenn wir alle einbeziehen würden, hätten wir am Schluss eine Chilbi“, erklärte Pressechef Werner Betschart. „Wir wollen hier aber Alpkäse verkaufen und nicht Zuckerwatte“, stellte er klar. |
| 300 Helfer im Einsatz |
| Sehr vielfältig war das Rahmenprogramm. In den Festwirtschaften spielten abwechselnd mehrere Jungmusikanten auf. Es wurde demonstriert, wie Alpkäse oder Süssmost hergestellt wird oder eine mobile Holzsäge funktioniert. Viele der jüngsten Besucher vergnügten sich im Kinderhort oder streichelten mit Genuss die Schafe und Ziegen des Streichelzoos. An der reichhaltigen Tombola gabs Preise im Wert von über 15'000 Franken zu gewinnen. Zu den weiteren Attraktionen gehörte die Samstagabend-Unterhaltung mit den Kapellen „Echo vom Pfannästock“ und „Echo vom Mälchberg“. Fazit: Der Alpchäsmärcht ist mittlerweile sowohl für die Alpsennen als auch für weitere Gewerbekreise von grosser Bedeutung. Aber ohne den Einsatz zahlreicher Helferinnen und Helfer (300 an der Zahl) könnte der Gross-Anlass niemals durchgeführt werden. Soviel Einsatz und der überall spürbare Wille, gemeinsam etwas Positives zu erreichen, verdienen Respekt und Anerkennung. |
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| Mit viel Charme und Freundlichkeit wurden die Kunden bedient. Bild: Guido Bürgler |
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| Der neue OKP Simon Schelbert freute sich über den Grossaufmarsch des Publikums
und den reibungslosen Ablauf des Chäsmärchtes. Bild: Guido Bürgler |
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| Ein typisches Bild: Die Gäste verlassen das Muotathal mit Taschen voller Alpkäse. Bild: Guido Bürgler |
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| In den drei Festwirtschaften herrschte Hochbetrieb. Bild: Guido Bürgler |